Hintergrund jeder Politur ist die Verbesserung eines vorgegebenen Rauheitsprofils durch eine Strichpolitur bis hin zu einer Hochglanz- oder optischen Politur unter der Voraussetzung des unbedingten Einhaltens von Konturtreue und vorgegebenen Maßen.
Die Erstellung von Werkzeugpolituren basiert größtenteils auf reiner Handarbeit, unterstützt durch elektromechanisch angetriebene Polierhandstücke.
Zum Einsatz kommen hierbei, je nach vorgegebenen Spezifika, verschiedenste abrasive Werkstoffe: Korund- und Siliziumschleifmittel, Borcarbid und Diamanten in unterschiedlichen Korngrößen.
Spezielle Trägermaterialien, genannt Läppträger, abgestimmt auf die jeweiligen Schleifmittel, bestimmen dabei die Materialabtragsgeschwindigkeit und die Rauheit der Oberfläche nach jedem Bearbeitungsschritt. Polierträger sorgen schließlich für die Aufbringung des Glanzes auf die Werkzeugoberfläche bis hin zum Hochglanz. Grundanforderungen an hochglanzpolierte Werkzeugoberflächen sind Vermeidung von Überpolitur (Orangenhauteffekt) einhergehend mit absoluter Porenfreiheit.
Oberflächennorm / Oberflächenrauhwerte
R a in μm
6,3
3,2
1,6
0,8
0,4
0,2
0,1
0,05
0,02
0,01
R z in μm
23
12
5,9
3,0
1,6
1,0
0,8
0,45
0,22
0,07
ISO Norm
N9
N8
N7
N6
N5
N4
N3
N2
N1
N0
R a = arithmetischer (absoluter) Mittenrauhwert R z gemittelte Rauhtiefe